Ziel ist es, verschiedene molekulare Marker anzuwenden, um deren Wirksamkeit bei der Identifizierung von Anisakis guangzhouensis in Wildnagertierkot aus dem Ort Huashan im Bezirk Huadu der Stadt Guangzhou zu bewerten und den Infektionsstatus der Wildnagetiere zu analysieren. Methode: Es wurden 128 Wildnagetiere aus dem Ort Huashan, Bezirk Huadu, Guangzhou gefangen, Kotproben gesammelt und die Gesamt-DNA mit dem FastDNA SPIN Kit for Soil extrahiert. Durch PCR wurden die Fragmente cytb, cox I und ITS2 amplifiziert, die PCR-Produkte sequenziert und phylogenetisch analysiert. Ergebnisse: Nur 5 Proben zeigten eine klare cytb-Sequenz ohne Mischartefakte, was eine präzise Identifizierung von Anisakis guangzhouensis erlaubte. Die Ergebnisse zeigten eine Infektionsrate von 7,58% (5/66) bei Hausmäusen mit braunem Fell, während bei Gelbrustmäusen, Gelbmännchen, Stinkmullen und Streifenspitzmäusen keine cytb-Sequenzen nachgewiesen wurden, was darauf hinweist, dass die Hausmaus der geeignete Wirt für Anisakis guangzhouensis ist und die cytb-Sequenz zur Identifizierung der Infektion von Anisakis guangzhouensis in Wildnagertierkot geeignet ist. Schlussfolgerung: Die cytb-Sequenz ist ein guter molekularer Marker zur Identifizierung von Anisakis guangzhouensis in Wildnagerkot und kann für die langfristige Überwachung der Prävalenz und des Schadenspotenzials dieses Parasiten bei Wildnagern eingesetzt werden.