Ziel der Studie ist es, die Merkmale des kardiopulmonalen Fitnessniveaus der Basispopulation einer prospektiven Kohortenstudie zu chronischen nichtübertragbaren Krankheiten in der südchinesischen Region zu beschreiben und mögliche Einflussfaktoren zu analysieren. Durch persönliche Interviews und körperliche Untersuchungen wurden grundlegende demografische Merkmale, Krankheitsgeschichte, Medikamentengeschichte, Lebensstil und körperliche Aktivität der Studienteilnehmer erhoben. Nach dem Ausschluss von Individuen mit fehlenden kardiopulmonalen Fitnessdaten sowie Daten zu Bewegung und Ernährung wurden insgesamt 77.024 Studienteilnehmer im Alter von 25 bis 86 Jahren in die Analyse aufgenommen. Das Niveau der kardiopulmonalen Fitness wurde anhand eines nicht-sportbezogenen Algorithmus geschätzt, wobei ein niedriges Niveau als unterhalb des unteren Drittels definiert wurde. Mit logistischer Regression wurde die Verteilung des niedrigen kardiopulmonalen Fitnessniveaus in der Population analysiert; log-binäre und ordinale logistische Regressionen wurden verwendet, um die Beziehungen zwischen Bevölkerungsmerkmalen, sozioökonomischen Faktoren, Lebensstil (Alkoholkonsum, Ernährungsvielfalt) und chronischen Krankheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) zum kardiopulmonalen Fitnessniveau zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Niveau der kardiopulmonalen Fitness bei Männern und Frauen in der südchinesischen Region annähernd normalverteilt ist; ein höherer Anteil an niedrigem Fitnessniveau wurde bei der Han-Volksgruppe, Personen mit mittlerer oder niedriger Bildung, hohem Familieneinkommen, regelmäßigem Alkoholkonsum und geringer Ernährungsvielfalt festgestellt (alle P < 0,001); es bestanden statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen Ethnie, Familieneinkommen, Bildungsniveau, Lebensstil und chronischen Krankheiten mit dem Maß an kardiopulmonaler Fitness in der südchinesischen Bevölkerung (alle P < 0,001). Fazit: Es bestehen Unterschiede im Niveau der kardiopulmonalen Fitness zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der südchinesischen Region. Ethnie, sozioökonomische Faktoren, Lebensstil und chronische Krankheiten sind möglicherweise wichtige Einflussfaktoren. Die Öffentlichkeit wird empfohlen, der kardiopulmonalen Fitness mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Überwachung sowie gesundheitsbezogene Interventionen zu verstärken, was eine bedeutende Bedeutung für die öffentliche Gesundheit hat.