Ziel der Studie ist die Untersuchung des molekularen Mechanismus der Chemoresistenz ruhender Eierstockkrebszellen (OC), vermittelt durch das Molekül NR2F1. Mithilfe der GEPIA-Datenbank wurde die Expression des Moleküls NR2F1 bei OC-Patienten und deren Zusammenhang mit dem Gesamtüberleben analysiert; durch Lentivirus-Transfektion in vitro wurden NR2F1-überexprimierende OC-Zelllinien und Kontrollzellen hergestellt; die Proliferation der OC-Zellen wurde mittels CCK-8-Kit gemessen; die mRNA-Expressionsniveaus schlafbezogener Moleküle in OC-Zellen wurden durch quantitative Echtzeit-PCR (qRT-PCR) analysiert; die Protein-Expressionsniveaus relevanter Moleküle wurden durch Western-Blot-Analyse bestimmt; die Vitalität von OC-Zellen unter verschiedenen Chemotherapeutika wurde mittels Trypanblau-Ausschlusstest bewertet; der Apoptosegrad der OC-Zellen unter verschiedenen Chemotherapeutika wurde durch Durchflusszytometrie mit Annexin V-FITC/PI-Doppelmarkierung detektiert; mittels Transkriptom-Sequenzierung der NR2F1-überexprimierenden SKOV3-Zelllinie wurde eine KEGG-Anreicherungsanalyse durchgeführt, um die Anreicherung differentiell exprimierter Gene in relevanten Signalwegen zu bestimmen; qRT-PCR wurde zur Validierung der Expressionsniveaus resistenzbezogener Moleküle in OC-Zellen angewandt; eine Genkorrelationsanalyse in der GEPIA-Datenbank verifizierte zusätzlich die Beziehung zwischen NR2F1-Expression und verschiedenen resistenzbezogenen Genexpressionsmustern. Die Ergebnisse zeigten, dass NR2F1 in primären Tumorgeweben von OC-Patienten niedrig exprimiert ist, während Patienten mit hoher NR2F1-Expression eine kürzere Gesamtüberlebenszeit aufwiesen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten NR2F1-überexprimierende OC-Zelllinien eine deutlich verminderte Proliferationsfähigkeit, erhöhten Ausdruck schlafbezogener Moleküle wie Cyclin-abhängiger Kinase-Inhibitor 1B (p27), differentielles embryonales Knorpelgen-2 (DEC2), transformierender Wachstumsfaktor-β2 (TGF-β2) und antiapoptotisches Molekül B-Zell-Lymphom-2-Gen (BCL-2), bei gleichzeitig reduziertem Expression des proliferationsbezogenen Moleküls Tumorproliferationsantigen (KI67). NR2F1-überexprimierende OC-Zelllinien zeigten eine signifikant erhöhte Resistenz gegenüber Chemotherapeutika. Transkriptomsequenzierung und KEGG-Analyse zeigten, dass durch NR2F1 vermittelte ruhende OC-Zellen differentiell hochregulierte Gene in PI3K-Akt-Signalweg, Fokalen Adhäsionen, extrazellulärer Matrix-Rezeptor-Interaktion und der Regulation der Stammzellpluripotenz angereichert sind, während differentiell herunterregulierte Gene im Zellzyklus angereichert sind. qRT-PCR-Ergebnisse zeigten, dass resistenzbezogene Moleküle wie Treiberproteinfamilienmitglied 26B (KIF26B), sekretorisches saures cysteinhaltiges Protein (SPARC), Kollagen Typ VI α1-Kette (COL6A1), Kollagen Typ V α2-Kette (COL5A2), Frizzled Homolog 1 (FZD1) und Inhibin-β-Untereinheit A (INHBA) in NR2F1-überexprimierenden OC-Zellen hochreguliert waren. Die Genkorrelationsanalyse in der GEPIA-Datenbank zeigte eine positive Korrelation zwischen NR2F1-Expression und der Expression resistenzbezogener Gene KIF26B, SPARC, COL6A1, COL5A2, FZD1 und INHBA in OC-Tumorgeweben. Fazit: Diese Studie zeigt, dass die Aktivierung des NR2F1-Signalwegs das Ruhen von OC-Zellen induzieren und deren Resistenz regulieren kann. Der Resistenzmechanismus ruhender OC-Zellen, der durch NR2F1 vermittelt wird, könnte den PI3K-Akt-Signalweg und die Regulation der Stammzellpluripotenz betreffen und steht in engem Zusammenhang mit der erhöhten Expression resistenzbezogener Moleküle KIF26B, SPARC, COL6A1, COL5A2, FZD1 und INHBA.
关键词
Schlafen; Nuklearrezeptor-Untereichfamilie 2 Gruppe F1; Eierstockkrebs; Chemotherapeutika; Resistenz